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Ausgabe 97

Möbel aus dem 3D-Drucker

28.12.2020

Holz-Zentralblatt Nr. 37 S. 672

Ein Arbeitskreis der TU-Dresden hat ein Verfahren entwickelt, wie Möbel mit einem 3D-Drucker aus vollständig nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden kann. Das eingesetzte Fertigungsverfahren Liquid Deposition Modeling (LDM) wurde ursprünglich für dickflüssige Materialien im 3D-Druck entwickelt. Als Ausgangsmaterial dienen Späne aus der Holzverarbeitung mit einem maximalen Holzgehalt im Material von 90 %. Mit der Wahl des Bindemittels Methylcellulose auf Holzbasis schafften die Wissenschaftlich schließlich eine zu 100 % auf nachwachsenden Rohstoffen basierende 3D-Druck-Mischung. Dabei wurde das Ausgangsmaterial aus den Sägewerken hinsichtlich Partikelgröße, -form und Holzart variiert, um eine optimale Mischung für den Prozessverlauf zu finden. Der Möbelhersteller Freistil produziert als Praxispartner Prototypen aus seinem Produktsortiment und bewertet deren Marktfähigkeit.

(Quelle: Holz-Zentralblatt Nr. 37 S. 672)