tischler-news

Ausgabe 97

Bundesförderprogramm Digital.Jetzt

16.11.2020

Um mittelständischen Betrieben die Umsetzung der Digitalisierung zu erleichtern, bietet das neue Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ finanzielle Zuschüsse, um entsprechende Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen – einschließlich Handwerksbetriebe und freie Berufe – anzuregen. Zuschüsse gibt es bei:

·         Investitionen in digitale Technologien sowie

·         Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen

Für alle mittelständischen Betriebe bis 500 Mitarbeiter, die entsprechende Digitalisierungsvorhaben planen, zum Beispiel Investitionen in Soft-/Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung. Das Unternehmen muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Dieser

·         beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben,

·         erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,

·         zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,

·         stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird.

Die Förderung wird als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 % der Investitionskosten  bis maximal 50.000 Euro (gilt bis 1.7.2021 – danach nur noch 40 %) für Betriebe bis 50 Mitarbeiter. Die Unternehmen haben in der Regel 12 Monate Zeit, ihr gefördertes Digitalisierungsprojekt umzusetzen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach erfolgreicher Verwendungsnachweisprüfung. Bei Investitionen im Bereich IT-Sicherheit, inklusive Datenschutz erhöht sich die Förderquote noch einmal um  5 Prozentpunkte. Für Betriebe aus strukturschwachen Regionen kommen noch einmal 10 Prozentpunkte obendrauf. Als strukturschwach gelten Teile von OWL sowie die ehemaligen Kohlefördergebiete in NRW.

Für eine Förderung muss der Betrieb sich zunächst bei der BAFA registrieren lassen, bevor er den eigentlichen Antrag dort online einreichen kann. Allerdings ist die Nachfrage nach dem Förderprogramm sehr hoch, so dass es schwierig sein wird, für das Kontingent in 2020 noch berücksichtigt zu werden. Insofern gilt es, frühzeitig im kommenden Jahr bei der BAFA einen erneuten Anlauf zu nehmen.

www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html