tischler-news

Ausgabe 97

Erneuerbare-Energien-Gesetz in der Endrunde

18.01.2021

UmweltBriefe Nr. 10/2020 S. 15

Ende September hat das Bundeskabinett die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verabschiedet. Darin wird das Ziel vorgegeben, bis 2030 einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien zu erreichen und noch vor 2050 den gesamten in Deutschland verbrauchten Strom CO2-neutral bereitzustellen. Um das zu erreichen, sollen in den nächsten 10 Jahren jährlich ca. 5 GW an Solarstromanlagen neu entstehen sowie etwa die gleiche Größenordnung im Windbereich. Bei den Biomasseanlagen sind ca. 500 MW pro Jahr an Zuwachs eingeplant.

Bei den PV-Anlagen soll bei Dachanlagen die Vergütung auf maximal 9 Ct/kWh gedeckelt werden. Zudem soll eine teilweise Finanzierung der EEG-Umlage aus dem Bundeshaushalt diese um 0,5 Cent auf maximal 6,0 Ct/kWh begrenzen. Um den Ausbau von Windkraftanlagen an Land zu beleben, soll die Akzeptanz vor Ort durch eine Beteiligung der betroffenen Gemeinden mit bis 0,2 Ct/kWh am Ertrag gefördert werden. Auch bei dem bislang wenig genutzten Mieterstrommodell sollen höhere Zuschüsse zu dessen verstärkten Nutzung beitragen. Die Ausschreibungen werden zukünftig sogenannte „Südquoten“ enthalten. Für Windkraftanlagen mindestens 15 Prozent bis 2023 und danach 20 Prozent. Dies soll den Netzengpass in der Mitte Deutschlands mildern. Den Umweltverbänden sind die geplanten Ausbauziele deutlich zu niedrig. Sie fordern einen Zubau von mindestens 7 GW/Jahr für Windkraft und 10 GW/Jahr für die Photovoltaik. Geplant ist es, dass das EEG am 1. Januar 2021 in Kraft treten kann.

(Quelle: UmweltBriefe Nr. 10/2020 S. 15)