tischler-news

Ausgabe 97

Umstellung auf elektronische Rechnung in der öffentlichen Verwaltung

18.01.2021

Ab 27. November 2020 sind alle Lieferanten des Bundes verpflichtet, Rechnungen nach bestimmten Formatvorgaben (XRechnung) bei den Bundesbehörden elektronisch einzureichen. Papier- oder reine PDF-Rechnungen werden dann nicht mehr akzeptiert. Ausnahmen gibt es bei  Direktaufträgen mit einem Auftragswert von bis zu 1.000 Euro netto sowie Aufträgen aus dem Verteidigungs- und Sicherheitsbereich. Bundesbehörden mussten bereits seit 12 Monaten in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu übermitteln. Seit April 2020 gilt diese Regelung auch für die restlichen Behörden und Länder. Die Regelungen können sich allerdings in den jeweiligen Bundesländern unterscheiden. In NRW konkretisiert die E-Rechnungs-Verordnung die Ausgestaltung der elektronischen Rechnungsstellung. Damit die elektronischen Rechnungen einfach übertragen werden können, wurde eine zentrale Stelle im Internet eingerichtet, die sog. Zentralen Rechnungseingang des Bundes (ZRE). Dieser ist unter https://xrechnung.bund.de erreichbar. Hier ist vor der ersten Nutzung eine Registrierung erforderlich. In NRW können elektronische Rechnungen über das Portal https://erechnung.nrw eingereicht werden. Zudem wird bei beiden Varianten eine sog. Leitweg-ID des Empfängers benötigt. Diese erhält man zukünftig bei Neuaufträgen automatisch, kann jedoch auch gesondert erfragt werden.