tischler-news

Ausgabe 97

Unfallgeschehen an der Tisch-/Formatkreissäge

28.12.2020

BGHM Aktuell 2020-05

Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall das Unfallgeschehen an der Tisch- und Formatkreissäge genauer unter die Lupe genommen. Nicht überraschend ist zunächst, dass in 95 Prozent der Unfälle die Hand des Mitarbeiter betroffen war. Aber bei fast der Hälfte dieser Unfälle blieb ein Körperschaden bleibend zurück. Da spielt leider die obere Schutzhaube eine recht wichtige Rolle. Bei fast 90 Prozent der Fälle war diese nicht auf das Werkstück abgesenkt, sondern – weil es einfach bequemer erscheint – nach oben zurückgeschoben oder abmontiert. Bei 4 von 5 Unfällen geschah die Verletzung unmittelbar bei der Bearbeitung mit dem Werkstück. Bei den restlichen 20 Prozent verletzten sich die Mitarbeiter am noch laufenden Sägeblatt, wenn sie z.B. Reststücke aus dem Sägebereich entfernten. In all diesen Fällen wäre eine abgesenkte Absaughaube oder zumindest ein Schiebestock mehr als sinnvoll gewesen, um derartige Unfälle zu verhindern.

Zu schweren Unfällen an der Formatkreissäge kommt es zudem häufig bei seltenen Arbeitsgängen wie Nuten oder Einsatzsägen. Wenn man das länger nicht gemacht hat, ist man recht unsicher und es fehlt an klaren Vorgaben, wie man das sicher auf der Formatkreissäge durchführen kann. Aber auch beim typischen Kleinkram wie Restholzschneiden, was gerade mal weg muss, kommt es schnell zu Verklemmungen mit dem Sägeblatt und entsprechend schweren Unfällen. Zusammenfassend kann man nur empfehlen, dass der Gebrauch der oberen Absaughaube regelmäßig bei der jährlichen Unterweisung angesprochen werden sollte als wesentliche Vorbeugungsmaßnahme, um schwere Unfälle an der Tisch- und Formatkreissäge zu vermeiden.

(Quelle: BGHM Aktuell 2020-05)