tischler-news

Ausgabe 95

Rückläufige Unfallentwicklung im Tischlerhandwerk

14.09.2020

BGHM Aktuell 2020-04

Die BGHM hat das vergangene Jahr für die Holz- und Metallverarbeitende Branche ausgewertet. Die Unfallhäufigkeit der meldepflichtigen Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter sank von 34,43 im Jahr 2018 auf 32,80 in 2019. Die absolute Zahl der Arbeitsunfälle reduzierte sich im Vergleich zum Jahr 2018 um 4,1 Prozent: 2019 ereigneten sich 142.475 meldepflichtige Arbeitsunfälle (2018: 148.640). Die Wegeunfälle verringerten sich um 3,5 Prozent von 21.063 (2018) auf 20.324 (2019). Die Quote der Wegeunfälle pro 1.000 Versicherten für 2019 liegt mit 3,67 unter dem Vorjahreswert von 3,89. Die Zahl der tödlichen Arbeits- und Wegeunfälle betrug im Jahr 2019 97 (2018: 99). Allerdings stieg die Zal der Versicherten, die erstmals eine Unfall- oder Berufskrankheitsrente erhielten von 3.698 in 2018 auf 3.892 im letzten Jahr. 15 Prozent davon waren Berufskrankheiten (1.418 Fälle). Hier stiegen die Verdachtsfälle um 5 Prozent zum Vorjahr. Knapp ein Drittel betraf dies das Thema Lärmbeschädigungen. Etwa jeder fünfte Verdachtsfall bezieht sich auf Hautkrankheiten und jeder Zehnte auf Asbestose mit Lungenkrebs (1.628 Verdachtsanzeigen). Zahlen für Verdachtsfälle in Bezug auf Adenokarzinom aufgrund der Belastung durch Hartholzstäube wurden nicht veröffentlicht.

Jeder meldepflichtige Unfall im Arbeitsbereich kostet die BGHM im Schnitt 2.150 Euro, bei Unfällen mit Transportmitteln sind die Kosten sogar noch höher mit 2.400 Euro je Unfall. Bei schweren Unfällen mit einem Rentenanspruch steigen die Kosten dann auf 50.000 Euro. Im vergangenen Jahr wurden knapp 80 % des BGHM-Haushaltes für Rehabilitation- und Entschädigungsleistungen ausgegeben. Das waren insgesamt 1,97 Mrd. Euro.

(Quelle: BGHM Aktuell 2020-04)