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Ausgabe 95

Neue Klimaschutz-offensive (KfW 293)

27.07.2020

Die KfW und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützen den deutschen Mittelstand bei der Transformation hin zu mehr Klima-, Umwelt- und Ressour-censchutz mit einem neuen Förderprogramm: Die „Klimaschutzoffensive für den Mittel¬stand“ bietet mittelständischen privaten und kommunalen Unternehmen bis 500 Mio. Euro Jahresumsatz zinsgünstige Kredite in Verbindung mit attraktiven Zuschüssen für Investitionen in die Herstellung und Nutzung klimafreundlicher Anlagen und Produkte mit hoher klimaschützender Wirkung. Förderfähig sind Investitionen in die Errichtung, den Erwerb sowie die Modernisierung von Anlagen in folgenden Bereichen:
  • Herstellung klimafreundlicher Technologien, Produkte und Schlüsselkomponenten
  • Klimafreundliche Produktionsverfahren
  • Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte aus Erneuerbaren Energien
  • Stromverteilnetze und Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte aus Abwärme und Gas
  • Verteil­netze Abwärme­nutzung und Fern­wärme/-kälte
  • Energiespeicher
  • Wasser-, Abwasser- und Abfallmanagement
Die KfW hat dazu ein Beiblatt herausgebracht, in dem die konkreten Anlagen beschrieben werden, welche unter die Förderung fallen.
·    Fenster mit Wärmedurchgangskoeffizienten kleiner als 0,7 W/m2K
·    Türen mit Wärmedurchgangskoeffizienten kleiner als 1,2 W/m2K
·    Außenverkleidung mit Wärmedurchgangskoeffizienten kleiner 0,5 W/m2/K
·    Tageslicht- und Anwesenheitssteuerungen für Beleuchtungsanlagen sowie dafür benötigten Beleuchtungsgeräte, wenn diese mit dem EU-Energielabel für die höchste Effizi-enzklasse eingestuft werden.
·    Wärmeerzeugung aus Bioenergie (Holz)
Mit der „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“ wird die KfW, zunächst über einen Zeitraum von 3 Jahren, bis zu 100 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Die Förderkredite werden in den Laufzeiten 5, 10 oder 20 Jahren vergeben ab einem Kreditzins ab 1,03 Prozent. Der Klimazuschuss beträgt zum Start des Programms bis zu 6% der Kreditsumme. Die Programme überlagern sich z. B. bei dem Thema Holzfeuerungen mit dem BAFA-Förderung sowie dem KfW-Programm 281 Erneuerbare Energien – Premium. Die Zuschussmöglichkeiten dort sind deutlich höher, allerdings sind wird in diesen Pro-grammen die Förderungen auf Wärmeerzeugung aus Massivholzresten und Briketts bechränkt.
www.kfw.de (Programm 293)