tischler-news

Ausgabe 95

Fensterrohling aus dem 3D-Drucker

29.06.2020

Holz-Zentralblatt Nr. 11, S. 225

Der norwegische Fensterhersteller Nordan AB entwickelt aktuell ein Verfahren für den 3D-Druck von Fensterteilen aus Holzgranulat zur Marktreife. Gerade runde und oderregelmä¬ßig geformte Fensterrahmen lassen sich damit durchaus wirtschaftlich fertigen. Dabei kommt ein 3D-Drucker mit einer Größe von 2500 x 1500 mm und einer Hubhöhe von 1500 zum Einsatz.
Das dabei eingesetzte Granulat besteht zu gleichen Teilen aus Holzmehl und Polypropylen, welches durch Düsen am Transportkopf gemäß der NC-Programmierung aufgetragen wer¬den. Die heiße Holzmischung wird übereinander aufgedruckt. Sie verbinden sich und här¬ten zu einem hochfesten Teil aus. Danach werden die dadurch erzeugte Fensterkantel mit einem 5-Achs-Bearbeitungszentrum die erforderlichen Profile angefräst.
Der Hersteller bietet nach diesem Verfahren Rundfenster zwischen 400 mm und 1200 mm an. Der Zeitvorteil liegt gegenüber einer herkömmlichen Fertigung bei ca. 50 % und der Rohstoffverbrauch ist wesentlich geringer, da kein Restholz anfällt. Die 3D-Fenster erfüllen alle Temperatur-Wechsel und Festigkeitsvorgaben. Sie können mit dem CE-Zeichen verse¬hen werden und erreichen -Normen die Windlast-Klasse 3 und die Wasserbeständigkeits-klasse 9a.

(Quelle: Holz-Zentralblatt Nr. 11, S. 225)