tischler-news

Ausgabe 94

800 Millionen Euro zur Rettung des Waldes

16.03.2020

Umweltbriefe 10/2019 S. 19

Der nationale Waldgipfel vom Bundeslandwirtschaftsministerium organisiert präsentierte eine Rahmeneckpunkte und Maßnahmen, um den stark zunehmenden Waldschäden vor allem bei Fichten und Buchen entgegen zu wirken. So sollen geschädigte Blume, die zu einer Ausbreitung der Borkenkäfer in Fichtenbeständen beitragen, möglichst zügig aus den Wäldern geräumt werden. Nötig sei auch eine „stringentere Jagd“, damit Baum-Sprösslinge nicht gleich wieder von Rehen gefressen werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium stuft deutschlandweit 180.000 ha als geschädigte Wälder ein, 70.000 ha mehr noch als im Frühjahr kalkuliert. Die Schadflächen sollen schnellstmöglich wieder bewaldet werden. Als Nothilfen dafür werde der Bund für die kommenden vier Jahre 547 Mio. Euro bereitstellen, einschließlich der ergänzenden Mittel von den Ländern kommen damit ca. 800 Mio. Euro zusammen. Der Bund Deutscher Forstleute lobte die Maßnahmen, der Wald brauche aber einen längeren Atem als 4 Jahre – da wird wohl noch keine Buche gewachsen sein. Ob sich dadurch allerdings das Klima ändern und verstärkte Regenfälle zu erwarten sind, um die Ursachen der Waldschäden zu beseitigen ist fraglich.

(Quelle: Umweltbriefe 10/2019 S. 19 )