tischler-news

Ausgabe 92

Resysta – Platten und Profile aus Reishülsen

30.09.2019

Mit Resysta wurde ein naturnaher neuer Werkstoff entwickelt, der vor allen in der Außenanwendung viele Vorteile mit sich bringt. Er besteht zu 60 Prozent aus Reishülsen – einem Abfallprodukt aus der Reisherstellung. Die Reishülsen enthalten einen hohen Silikatanteil und sind deshalb sehr feuchteabweisend. Hinzu kommen noch 22 Prozent Steinsalze als Füllstoff und 18 % Mineralöl, welches wie ein Weichmacher wirkt. Alles zusammen wird es als Composite-Material entweder zu Profilen für Terrassendielen oder nun auch zu Platten verarbeitet. Es ist sehr witterungsbeständig (Klasse 1 nach DIN 68800-3) und zeigt eine hohe Resistenz gegen UV-Einstrahlung. Es verformt sich nicht unter Feuchteeinwirkung und bildet keine Splitter aus. Unter Feuchtebelastung ist weit weniger rutschig als herkömmliche Holzdielen. Vom Preis her liegen die Resysta-Dielen in der Größenordnung von WPC-Materialien. Wenn das Material erhitzt wird, kann es verformt werden. In Malaysia werden damit Aluminiumprofile ummantelt, die dann nachher wie Holzstühle und –tische aussehen. Das Material lässt genauso wie Holz verarbeiten und verleimen. Für die Oberflächengestaltung bedarf es speziell eingestellter wasserlöslicher Lasuren. Aufgrund der thermoplastischen Eigenschaften ist es auch voll recyclingfähig – ähnlich wie PVC-Profile. Inzwischen gibt es auch Platten sogenannte UP-Boards aus Resysta in den Stärken 8, 12, 16 und 20 mm in den Abmessungen 1,22 x 2,44 m. Die Biegefestigkeit liegt deutlich über der von Spanplatte.

www.intelligent-wood.de www.resysta.com