tischler-news

Ausgabe 92

Flohmarkt bei IKEA

09.09.2019

Holz-Zentralblatt Nr. 28/19, S. 627

Ab diesem Sommer will IKEA in allen deutschen Möbelhäusern den Kunden die Möglichkeit geben, ihre gebrauchten IKEA-Möbel wieder zurückzugeben, damit diese dann anschließend als „gebrauchte Möbel“ verkauft werden können. Es werden nur zusammengebaute Möbel in einem einwandfreien bis guten Zustand angenommen, die der Kunde selber in die Filiale bringen muss. Zuvor kann er auf der IKEA-Website aus einer Auswahl von rund 1000 Artikeln sein Möbel herausfiltern und bekommt einen unverbindlichen Preisvorschlag. Bei sehr gut erhaltenen Möbeln erstattet IKEA bis zur Hälfte des Kaufpreises in Form von Guthabenkarten. Vor etwa einem Jahr hat IKEA diesen Rückkaufservice in 5 deutschen Einrichtungshäusern gestartet. Die bisherigen Erfahrungen werden von IKEA als recht positiv beschrieben. Die allermeisten Rückgaben werden innerhalb von 2 Tagen einem neuen Besitzer wieder zugeführt. IKEA will damit die Nutzungsdauer der hergestellten Möbel insgesamt verlängern.

Diese „Zweite Chance für Möbel“ ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von IKEA bis 2030 nicht nur klimaneutral, sondern klimapositiv zu werden, d. h. mehr Treibhausgase zu reduzieren als in der Wertschöpfungskette ausgestoßen werden. Darunter fällt auch das Angebot an Photovoltaikanlagen, das in Deutschland seit vergangenem Herbst erhältlich ist. Im kommenden Jahr soll zudem das Leasing von Möbeln getestet werden. Als erster Einzelhändler hat IKEA n Deutschland ein flächendeckendes Netz an Elektro-Ladesäulen an allen Standorten aufgebaut. Das Aufladen der Fahrzeuge dort ist für die Kunden kostenlos.

(Quelle: Holz-Zentralblatt Nr. 28/19, S. 627)