tischler-news

Ausgabe 92

Neue DGUV-Branchenregel Holzstaub

30.09.2019

Die bei der Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen entstehenden Holzstäube können nach allgemeiner wissenschaftlicher Auffassung Ardenokarzinome (Nasenschleimhautkrebs) verursachen. Deswegegen muss die Belastung der Mitarbeiter minimiert werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat in ihrer aktualisierten DGUV Information 209-044 "Holzstaub" die wesentlichen Möglichkeiten und Vorschriften für den sicheren Umgang mit Holzstaub zusammengefasst. Im Gegensatz zum Ausgangsprodukt Holz oder Holzwerkstoff handelt es sich bei Holzstaub um einen Gefahrstoff nach Gefahrstoffverordnung. In der Regel erhält man vom Holzlieferanten allerdings kein Sicherheitsdatenblatt, das einem beim Umgang mit Holzstaub hilft. Deshalb muss man die möglichen Gefährdungen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen selbst ermitteln. Die DGUV Information 209-044 soll die Unternehmen bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung zu den Gesundheitsgefahren durch Holzstaub unterstützen. Bei der Beschreibung der Maßnahmen werden die aktuellen Anforderungen der Gefahrstoffverordnung und der dazugehörigen technischen Regeln zusammengefasst und erklärt. Für holzbe- und -verarbeitende Unternehmen steht dabei die TRGS 553 „Holzstaub“ von August 2008 im Vordergrund. Ziel ist die Einhaltung des Schichtmittelwerts von max. 2 mg Holzstaub pro m³ Raumluft als einatembarer Staub als bei allen Tätigkeiten. Arbeitsbereiche und Tätigkeiten, bei denen diese Konzentration eingehalten wird, gelten als staubgemindert. Die neue Publikation steht als PDF zum Download zur Verfügung, Mitglieder der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) können sie im Online-Shop der BG kostenlos als Druckexemplar bestellen.

www.bghm.de