tischler-news

Ausgabe 92

Krankheitsausfall der Mitarbeiter hat wieder deutlich zugenommen

29.07.2019

Nach einem leichten Rückgang der Krankenstände in den Jahren 2016 und 2017, erreichten die krankheitsbedingten Fehlzeiten Erwerbstätiger 2018 ein Rekordhoch. Dies zeigen die aktuellen Auswertungen des Gesundheitsreports 2019 der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach stiegen die gemeldeten Fehltage im vergangenen Jahr bundesweit um 2,5 Prozent auf durchschnittlich 15,5 Fehltage pro Erwerbsperson an. Erkrankungen der Psyche gewinnen dabei weiter an Bedeutung, wenn es um die Fehlzeiten am Arbeitsplatz geht. Laut Gesundheitsreport war 2018 fast jeder fünfte Fehltag (18 Prozent) psychisch bedingt. Besonders betroffen sind dabei weiterhin Frauen, die mit durchschnittlich 3,5 Fehltagen weit häufiger als Männer (durchschnittlich 2,2 Fehltage) aufgrund psychischer Erkrankungen krankgeschrieben werden. Insgesamt konnte im Zeitraum von 2006 bis 2018 ein geschlechterübergreifender Anstieg der Diagnosen von rund 92 Prozent nachgewiesen werden. Besonders häufig waren auch Erkrankungen der Atemwege. So lag der Krankenstand mit Grippe- oder Erkältungsdiagnosen im Frühjahr 2018 höher als in allen betrachteten vorangegangenen Jahren im Zeitraum von 2000 bis 2017. Erkältungskrankheiten hatten zu diesem Zeitpunkt einen Anteil von knapp 39 Prozent am Gesamtkrankenstand. Auch wenn die aktuellen Daten auf einen leichten Rückgang der Rückenbeschwerden hindeuten, sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit einem Gesamtanteil von 8,3 Prozent weiterhin Hauptursache für hohe Fehlzeiten.