tischler-news

Ausgabe 91

Festool stattet Baustellensägen mit Airbag aus

08.07.2019

Mobile Tischkreissägen werden auf den Baustellen für vielfältige Arbeiten genutzt. Durch das offene Sägeblatt ist hierbei eine recht hohe Unfallgefahr gegeben. Über 14000 Unfälle wurden hierzu in Deutschland gemeldet. Nachdem in den vergangenen Jahren ein Sicherheitssystem für stationäre Maschinen gegen Schnittverletzungen Eingang gefunden hat, will Festool nun auch seine mobilen Tischkreissägen mit diesem „Airbag“ ausrüsten. Die AIM-Technik (Active Injury Mitigation) stellt eine aktive Verletzungsminderung dar. Das AIM ist unauffällig mit einer Kartusche unterhalb des Maschinentischs integriert. Sobald das Sägeblatt bei laufendem Betrieb mit menschlicher Haut kommt, stoppt das Sägeblatt in 5 Millisekunden und verschwindet zugleich aus dem Gefahrenbereich in den Maschinentisch.

Ausgelöst wird die Funktion über einen kapazitiven Sensor. Registriert dieser Sensor den Kontakt mit der Haut, gibt es einen Knall, die Kartusche expandiert und treibt per Federkraft einen Alublock ins laufende Sägeblatt. Die Haut wird dabei nur minimal angekratzt. Nach der Auslösung kann die Säge in 90 Sekunden wieder eingerichtet werden. Dazu wird eine neue Kartusche mit Alublock neu eingesetzt. Das System kontrolliert seine Funktionsfähigkeit und zeigt per LED-Leuchte dies an. Das Sägeblatt muss dabei keine besonderen Eigenschaften haben, einzig der Durchmesser muss passen.

www.festool.de, www.sawstop.com