tischler-news

Ausgabe 91

Turbinentechnik bei CNC-Werkzeugen

05.08.2019

dds 03/19 S. 46

Viele CNC-Werkzeuge vor allem im Nestingbereich haben einen nach unten zeihenden Schnitt, um Oberflächenausbrüche an den Kanten zu verhindern. Diese nach unten gerichteten Schnittkräfte lenken aber auch den die abgetrennten Späne nach unten und erschweren deren Erfassung der angeschlossenen Absaugleitung. Auch mit erhöhten Geschwindigkeiten um 30 m/s können diese Späne nicht erfasst werden. Deshalb hat die Firma Cruing eine kleine Turbine mit dem Namen „Aerotech“ in ihre Werkzeuge integriert. Diese sitzt mit einem Flügelrad im Innern dem Werkzeug und der Spindel und erzeugt einen Luftsog mit immerhin 80 m/s – also der Faktor 3 – 4 gegenüber der reinen Luftabsaugung. Damit gelingt es, die nach unten weggefrästen Späne zu erfassen. Die Turbinenschaufeln und der Schaft HSK63 sind aus einem Stahlblock gefertigt. Sofern kleine Reststücke während des Fräsens entstehen, werden Reststückabweiser eingesetzt, um ein mechanisches Verhaken in der Absaugturbine zu verhindern. Zudem können Aerotech-Werkzeuge zur regelmäßigen Reinigung vor dem Ablegen in den Werkzeugwechsler durch eine Ausblasstation durchlaufen.

www.cruing.de

(Quelle: dds 03/19 S. 46)