tischler-news

Ausgabe 90

Neue Beratungsrichtlinie zur Energieberatung

31.01.2019

Die bisherigen getrennten Förderprogramme zur Energieoptimierung und zur Abwärmenutzung sind seit 1. Januar 2019 zu einem gemeinsamen Förderprogramm zusammengeführt worden und dem Dach der BAFA. Dabei geht es um folgende Förderbereiche:

  • Elektrische Motoren und Antriebe,
  • Pumpen für die industrielle und gewerbliche Anwendung,
  • Lufttechnische Anlagen,
  • Druckluftanlagen,
  • Anlagen zur Abwärmenutzung bzw. Wärmerückgewinnung,
  • Dämmung von Anlagen bzw. Anlagenteilen,
  • Frequenzumrichter

Für diese Technologien sind bestimmte Mindeststandards beschrieben, bei deren Einhaltung ein Förderzuschuss von bis zu 40 Prozent möglich ist. Dabei gibt es zwei Vorgehensweisen. Bei der Einzelförderung bezieht sich die Beantragung direkt auf einen der oben genannten Förderbereiche und der Antragsteller muss mit Hilfe des Angebots und der technischen Unterlagen des Herstellers den entsprechenden Verwendungsnachweis führen.

Bei der systemischen Förderung können mehrere Technologiebereiche miteinander kombiniert werden. Dies ermöglicht auch die Einbeziehung von damit einhergehenden Anlage- und Montagekosten. Dabei ist es allerdings erforderlich, einen zugelassenen Energieberater mit einzubeziehen, da dieser für den Antrag ein Energieeinsparkonzept erstellen muss. Dieses Konzept erfasst den Ausgangszustand und muss dann im Nachgang auch die konkrete Umsetzung und erreichte Energieeinsparung bewerten und dokumentieren.

Der Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien ist ein weiterer Förderbereich. Damit werden auch Holzfeuerungsanlagen direkt gefördert, allerdings nur, wenn deren Wärme zu wenigstens 50 % für Prozesse, d. h. zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet wird. Dies dürfte schwierig sein, in dieser Form nachzuweisen.

www.bafa.de